Topologien eines Netzwerks am Beispiel des Ethernet
Busstruktur:
Noch vor wenigen Jahren war die Bustruktur die am häufigsten eingesetzte,
dies hat sich mittlerweile zugunsten der Sternstruktur geändert. Diese Architektur wird
auch als Linen- oder Reihennetz bezeichnet. Sie ist die einfachste und noch immer eine
häufig anzutreffende Methode, Computer als Netzwerk zu verbinden. Im Busnetz sind
alle Computer über ein gemeinsames Kabel, den so genannten Bus (auch Backbone oder
Segment) linear miteinander verbunden.

Computer in einem Busnetz kommunizieren miteinander indem sie Daten an einen bestimmten Computer adressieren und diese in Form elektrischer Signale über das gesamte Kabel versenden. Die Signale erreichen alle Computer, werden aber nur von dem Computer aufgenommen, dessen Adresse mit der angegebene Zieladresse übereinstimmt. In einem Busnetzwerk kann immer nur ein Computer senden! Senden nun doch zwei gleichzeitig, so entsteht eine Kollision die von der Netzwerkkarte erkannt wird und beide Computer versuchen nach einem kurzen Wartezustand, der dem Zufallsprinzip unterliegt, erneut zu senden.
Daraus resultiert:
Je mehr Computer sich in einem Busnetzwerk befinden und je höher die gesendete Datenmenge
ist, umso langsamer wird das Netzwerk.
Leider gibt es keine Richtwerte, wie sehr die Anzahl der Computer in einem Netzwerk die Leistung beeinflusst, da eine Vielzahl von Faktoren eine Rolle spielen. In kleinen Netzwerken spielen diese Überlegungen jedoch meist eine untergeordnete Rolle.
Vorteile:
Nachteile:
Sternstruktur:
In der Stern-Topologie sind die einzelnen Computer durch Kabel
mit einer Zentrale, einem sogenannten HUB, sternförmig verbunden.

Daurch steigt zwar der Verkabelungsaufwand gegenüber einer Busstruktur enorm, der Ausfall eines Kabels hat aber nicht mehr den Totalausfall des ganzen Netzwerks zur Folge. (Diese Katastrophe übernimmt dann der Ausfall des HUBs.)
Die Verkabelung erfolgt mittes eines sogenannten "Twisted-Pair"-Kabels indem 4 Adernpaare miteinander verdrillt sind. Die Verlegetechnik ist insbesondere in größeren Netzwerken um ein mehrfaches aufwendiger wie bei der Bustruktur. Zusatzgeräte wie HUBs, Switches und Patchpanels müssen in die Struktur integriert werden. Die Einhaltung der Normen und die fachlich richtige Verlege- und Anschlusstechnik, die ein funktionierendes Netz garantieren, sind oft nur von Fachbetrieben zu realisieren. Dies gilt in Kleinstnetzen weniger, da auf vorgefertigte Komponenten zurückgegriffen werden kann.
Vorteile:
Nachteile: